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Kategorie: Latexhandschuhe

Elastisch und hautfreundlich: Latex-Einmalhandschuhe für hygienischen Schutz

Latexhandschuhe bieten zuverlässigen und hygienischen Schutz für Anwender und Patienten, was insbesondere im medizinischen Alltag in Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Kliniken oder in der Pflege eine wichtige Rolle spielt. Eigenschaften wie Reißfestigkeit, Tastsensibilität und Elastizität gehören zu den Pluspunkten.

Inhaltsverzeichnis

Latexhandschuhe: Eigenschaften, Einsatzbereiche und Kaufberatung

Latexhandschuhe spielen eine entscheidende Rolle im medizinischen und hygienischen Alltag. Dieser Leitfaden richtet sich an medizinisches Fachpersonal, Hygienebeauftragte und alle, die Schutz und Komfort bei sensiblen Tätigkeiten benötigen. Im Folgenden erfahren Sie alles über Materialeigenschaften, Qualitätsstandards, Allergie-Risiken, Kaufkriterien und nachhaltige Alternativen.

Was sind Latexhandschuhe?

Latexhandschuhe bestehen aus Latex, einem Naturprodukt, das aus dem Milchsaft des Kautschukbaumes gewonnen wird. Dieses Material ist biologisch abbaubar und zeichnet sich durch hohe Elastizität sowie Strapazierfähigkeit aus.

Latexhandschuhe gehören nach wie vor zu den leistungsfähigsten Einmalhandschuhen im medizinischen Alltag. Auch wenn Nitrilhandschuhe inzwischen weit verbreitet sind, bleibt das Naturmaterial Latex unübertroffen in seiner Dehnbarkeit und Passform. Für Hersteller von Medizinprodukten ist es wichtig, Latex nicht nur als klassisches Material zu sehen, sondern auch die technischen Details und Normen genau zu kennen und weiterzugeben.

Im Folgenden erfahren Sie, warum Latex besonders im professionellen Einsatz so geschätzt wird und worauf beim Kauf zu achten ist.

Warum Latex?

Der entscheidende Vorteil von Latex liegt in seiner Molekularstruktur. Naturlatex (Naturkautschuk), auch als Latexkautschuk bezeichnet, ist ein Naturprodukt, das aus dem Milchsaft des Kautschukbaumes gewonnen wird. Dieser Latexkautschuk besitzt eine extrem hohe Elastizität und Rückstellkraft. Im Gegensatz zu synthetischen Materialien, die sich bei Dehnung oft plastisch verformen, kehrt Latex nahezu vollständig in seine Ursprungsform zurück.

Für Sie als Anwender bedeutet das:

  • Mikro-Textur-Feedback: Das Material überträgt Unebenheiten, Temperaturen und Gewebestrukturen fast ungefiltert an die Fingerspitzen. Dies ist besonders bei Venenpunktionen, in der Mikrochirurgie oder bei dentalen Eingriffen unverzichtbar.
  • Ermüdungsfreies Arbeiten: Durch die geringe Materialstärke bei gleichzeitig hoher Widerstandsfähigkeit gegen Einreißen muss die Handmuskulatur weniger Kraft aufwenden, um den Handschuh gegen den Widerstand zu bewegen. Das beugt Handermüdung bei längeren Tragezeiten vor.
  • Passform (Fit): Latex passt sich der Handanatomie dynamisch an, was Faltenbildung an den Fingerkuppen oder im Handflächenbereich minimiert und so das Risiko des Hängenbleibens reduziert.

Latex überzeugt somit durch seine einzigartigen Materialeigenschaften, die im nächsten Abschnitt im Hinblick auf die praktische Anwendung weiter vertieft werden.

Latexhandschuhe: Der Maßstab für Tastsensibilität und Präzision

In der modernen Medizin und Pflege ist der Schutz vor Kontaminationen und Infektionen eine der wichtigsten Säulen der täglichen Arbeit. Latexhandschuhe haben sich über Jahrzehnte als zuverlässige Barriere etabliert und sind für viele Anwender nach wie vor die erste Wahl, wenn es um diffizile Arbeiten geht. Sie bieten eine unerreichte Kombination aus Tragekomfort, Griffigkeit und einer „zweiten Haut“, die selbst feinste Strukturen spürbar macht.

Diese Kategorie bietet Ihnen einen tiefen Einblick in die Eigenschaften von medizinischen Latexhandschuhen, erklärt die relevanten Normen wie EN 455 (Europäische Norm für medizinische Einmalhandschuhe) und EN 374 (Europäische Norm für Schutzhandschuhe gegen Chemikalien und Mikroorganismen) und hilft Ihnen, die richtige Wahl für Ihren Anwendungsbereich zu treffen – von der chirurgischen Präzision bis zur routinemäßigen Patientenversorgung.

Neben der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben spielt auch die individuelle Eignung der Handschuhe für verschiedene Arbeitsbereiche eine wichtige Rolle.

Qualitätsstandards und Normen: Worauf Sie achten müssen

Für den professionellen Einsatz in Klinik und Praxis müssen Handschuhe strengen europäischen Richtlinien entsprechen. Diese garantieren, dass das Produkt nicht nur komfortabel, sondern vor allem sicher ist.

Medizinprodukt vs. Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Latexhandschuhe werden oft dual zertifiziert, um sowohl den Patientenschutz als auch den Arbeitsschutz abzudecken. Als Schutzhandschuhe kommen sie in vielen Bereichen zum Einsatz, um die Hände zuverlässig vor Kontaminationen und Gefahren zu schützen. PSA steht für Persönliche Schutzausrüstung und umfasst alle Maßnahmen und Produkte, die den Träger vor gesundheitlichen Risiken am Arbeitsplatz schützen.

EN 455 – Der Standard für medizinische Einmalhandschuhe

Die EN 455 ist die maßgebliche Europäische Norm für medizinische Einmalhandschuhe und besteht aus vier Teilen:

  • EN 455-1 (Dichtigkeit): Hier wird geprüft, ob der Handschuh frei von Löchern ist. Dies erfolgt über einen Wasserhaltetest. Der sogenannte AQL-Wert (Acceptable Quality Level) ist hier entscheidend. Für medizinische Untersuchungshandschuhe ist ein AQL von mindestens 1,5 vorgeschrieben. Das bedeutet statistisch gesehen eine sehr geringe Fehlerwahrscheinlichkeit.
  • EN 455-2 (Physikalische Eigenschaften): Diese Norm definiert die Maße und die Reißkraft. Ein Latexhandschuh muss eine Reißkraft von mindestens 6 Newton (vor Alterung) aufweisen, um im Praxisalltag bestehen zu können.
  • EN 455-3 (Biologische Bewertung): Ein kritischer Punkt für Latex. Hier wird der Proteingehalt (gemessen in µg/g) sowie der Endotoxingehalt geprüft, um das Allergierisiko zu minimieren.
  • EN 455-4 (Haltbarkeit): Regelt die Anforderungen an die Lagerdauer und die Stabilität des Materials über die Zeit (Shelf Life).

EN 374 – Schutz gegen Chemikalien und Mikroorganismen

Die EN 374 ist die Europäische Norm für Schutzhandschuhe gegen Chemikalien und Mikroorganismen und ist besonders relevant, wenn Sie im Labor arbeiten oder mit Desinfektionsmitteln hantieren. Viele Latexhandschuhe für den Labor- und Alltagsgebrauch sind unsteril und werden in Bereichen eingesetzt, in denen keine vollständige Keimfreiheit erforderlich ist.

  • EN ISO 374-1: Klassifiziert Handschuhe in Typ A, B oder C, abhängig davon, wie viele Testchemikalien sie für eine bestimmte Zeit zurückhalten können. Latexhandschuhe bieten oft guten Schutz gegen Säuren und Basen, sind jedoch bei Ölen und Fetten (Lipiden) durchlässiger als Nitril.
  • EN ISO 374-5: Bestätigt den Schutz vor Bakterien, Pilzen und Viren. Achten Sie auf das Wort „VIRUS“ unter dem Piktogramm, um sicherzustellen, dass der Handschuh auch Viren (z. B. Noroviren, HIV) zuverlässig abhält.

Neben der Einhaltung dieser Normen ist es wichtig, die individuellen Anforderungen Ihres Arbeitsbereichs zu berücksichtigen. Im nächsten Abschnitt erfahren Sie mehr über die Bedeutung des AQL-Wertes und die Qualitätsprüfung.

Die Bedeutung des AQL-Wertes im Detail

Der AQL-Wert (Acceptable Quality Level) ist ein statistisches Maß für die Zuverlässigkeit der Produktion.

  • AQL 1.5: Standard für medizinische Untersuchungshandschuhe.
  • AQL 0.65 oder 1.0: Findet sich oft bei hochwertigen sterilen OP-Latexhandschuhen, die noch strengeren Kontrollen unterliegen.

Je niedriger die Zahl, desto strenger die Qualitätsprüfung und desto geringer das Risiko von Mikrolöchern (Pinholes).

Die Qualitätsprüfung ist ein wichtiger Aspekt, doch auch die Herstellung und Veredelung der Handschuhe beeinflussen deren Eigenschaften maßgeblich

Herstellung und Veredelung: Moderne Prozesse

Die Herstellung von Latexhandschuhen hat sich in den letzten Jahren technologisch stark weiterentwickelt, insbesondere um den Proteingehalt zu senken und die Hautverträglichkeit zu erhöhen. Moderne Herstellungsverfahren sorgen dafür, dass Latexhandschuhe heute eine noch höhere Qualität und bessere Hautverträglichkeit bieten.

Chlorierung vs. Polymerbeschichtung

Rohlatex ist von Natur aus klebrig. Um das Anziehen zu erleichtern, werden die Latexhandschuhe nachbehandelt (da Puder im medizinischen Bereich weitgehend obsolet ist).

  • Chlorierung: Der Handschuh wird in einer Chlorlösung gewaschen. Dies glättet die Oberfläche und reduziert gleichzeitig den Gehalt an löslichen Latexproteinen drastisch. Der Handschuh wird dadurch leicht gelblich und griffiger, riecht aber oft etwas spezifischer.
  • Polymerbeschichtung: Hier wird eine synthetische Schicht (z. B. Polyurethan) auf die Innenseite aufgebracht. Dies ist ideal für empfindliche Haut, da die Haut nicht direkt mit dem Latex in Kontakt kommt, während die Außenhülle die typische Latex-Griffigkeit behält.

Texturierung

Für sicheren Halt von Instrumenten werden Latexhandschuhe oft texturiert.

  • Fingertexturiert: Nur die Fingerkuppen sind angeraut – ideal für feines Greifen bei gleichzeitig glattem Handrücken.
  • Volltexturiert: Die gesamte Handfläche ist angeraut, was maximale Rutschfestigkeit auch bei Nässe bietet.

Die Veredelung und Texturierung der Handschuhe tragen maßgeblich zum Tragekomfort und zur Funktionalität bei.

Latexallergie und Sensibilisierung

Das Thema Latexallergie ist im Gesundheitswesen stets präsent. Es ist wichtig, zwischen zwei Hauptreaktionen zu unterscheiden, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

Typ-I-Allergie (Soforttyp)

Diese Reaktion wird durch die wasserlöslichen Proteine im Naturlatex ausgelöst. Symptome treten meist innerhalb von Minuten auf (Juckreiz, Quaddeln, bis hin zu Atemnot).

  • Lösung: Moderne Fertigungsverfahren („Leaching“ – intensives Auswaschen) reduzieren den Proteingehalt heute oft auf unter 30 µg/g, was das Sensibilisierungsrisiko deutlich senkt, es aber nicht eliminiert. Für bereits sensibilisierte Personen sind Latexhandschuhe nicht geeignet.

Typ-IV-Allergie (Spättyp)

Diese Kontaktdermatitis wird nicht durch Latex selbst, sondern durch Vulkanisationsbeschleuniger (chemische Zusatzstoffe zur Aushärtung des Kautschukmaterials, z. B. Thiurame, Carbamate) verursacht, die im Produktionsprozess verwendet werden. Sie zeigt sich oft erst nach Stunden durch Rötungen und Ekzeme.

  • Lösung: Es gibt mittlerweile "beschleunigerarme" oder "beschleunigerfreie" Latexhandschuhe, die speziell für diesen Allergietyp entwickelt wurden.

Das Allergiemanagement ist ein wichtiger Bestandteil der Produktauswahl. Im nächsten Abschnitt vergleichen wir die verschiedenen Handschuhmaterialien und deren Eignung für unterschiedliche Einsatzbereiche.

Unterschied zwischen Latexallergietypen visuelle Darstellung

Was ist besser: Nitril, Vinyl oder Latex Handschuhe? Ein direkter Vergleich

Alle in der folgenden Tabelle verglichenen Produkte sind Einweghandschuhe, die sich insbesondere für den Einsatz in Medizin, Pflege, Lebensmittelverarbeitung und Hygienebereichen eignen.

Eigenschaft Latexhandschuhe Nitrilhandschuhe Vinylhandschuhe
Materialbasis Naturkautschuk (Latex) Synthetischer Kautschuk (Erdölbasis) PVC (Polyvinylchlorid)
Tastempfinden ⭐⭐⭐⭐⭐ (Exzellent) ⭐⭐⭐⭐ (Sehr gut) ⭐⭐ (Begrenzt)
Elastizität ⭐⭐⭐⭐⭐ (Sehr hoch) ⭐⭐⭐ (Gut) ⭐ (Gering)
Reißfestigkeit Sehr hoch Hoch (besonders stichfest) Gering
Chemikalienschutz Gut (v. a. gegen viele Säuren/ Laugen) Exzellent (auch bei vielen Fetten/Ölen) Gering
Allergierisiko Latexproteine (Typ-I-Allergie) möglich Gering (Beschleuniger können Typ-IV-Reaktionen auslösen) Gering (Weichmacher beachten)
Preisniveau Mittel Mittel bis höher (je nach Qualität) Eher günstig
Nachhaltigkeit Naturprodukt, biologisch abbaubar Nur langsam abbaubar Umweltbelastend (PVC)

Latexhandschuhe werden in der Regel als Einweghandschuhe in Verpackungseinheiten von 100 Stück pro Box angeboten. Diese praktische Box ermöglicht eine einfache und hygienische Entnahme der Handschuhe.

Die Wahl des richtigen Materials hängt von Ihren individuellen Anforderungen ab. Im nächsten Abschnitt erhalten Sie eine strukturierte Kaufberatung mit allen wichtigen Entscheidungskriterien.

Kaufberatung: Worauf beim Einkauf von Latexhandschuhen zu achten ist

Die Auswahl der passenden Latexhandschuhe ist entscheidend, um im medizinischen Bereich, in der Pflege oder beim Umgang mit Lebensmitteln optimalen Schutz und Komfort zu gewährleisten. Damit Sie die besten Produkte für Ihre Anforderungen finden, sollten Sie folgende Kriterien bei der Auswahl und dem Kauf berücksichtigen:

Materialstärke und Elastizität

  • Dünnere Varianten bieten eine hohe Elastizität und ein exzellentes Tastempfinden – ideal für präzise Arbeiten in der Medizin oder Pflege.
  • Dickere Handschuhe punkten mit erhöhter Reißfestigkeit und eignen sich besonders für den Umgang mit Chemikalien oder in industriellen Einsatzbereichen.
  • Achten Sie darauf, dass die Dehnfähigkeit zu Ihren Arbeitsanforderungen passt.

Größe und Passform

  • Die richtige Größe ist entscheidend für die Passform und damit für die Funktionalität der Latexhandschuhe.
  • Zu enge Handschuhe schränken die Bewegungsfreiheit ein und können die Haut reizen.
  • Zu weite Modelle beeinträchtigen das Tastgefühl.
  • Viele Hersteller bieten eine breite Auswahl an Größen, sodass Sie für jede Handform den passenden Latexhandschuh finden.

EN-Normen und Zertifizierungen

  • Für den Einsatz im medizinischen Bereich oder in der Pflege sollten Sie auf Latexhandschuhe achten, die nach EN ISO 374-1 und EN ISO 374-5 zertifiziert sind.
  • Diese Standards garantieren einen zuverlässigen Schutz vor Chemikalien und Mikroorganismen.
  • Die Einhaltung dieser Standards ist ein wichtiger Qualitätsnachweis und sorgt für Sicherheit im täglichen Gebrauch.

Einsatzbereiche und Risiken

  • Überlegen Sie vor dem Kauf, in welchen Bereichen die Handschuhe verwendet werden sollen.
  • Für den Kontakt mit Chemikalien oder im Labor sind spezielle, chemikalienbeständige Latexhandschuhe erforderlich.
  • Besteht ein erhöhtes Risiko für Latexallergien, empfiehlt sich der Umstieg auf Nitril- oder Vinylhandschuhe, um Hautreaktionen zu vermeiden.

Hersteller und Lieferant

  • Setzen Sie auf etablierte Anbieter, die für die Qualität und Sicherheit ihrer Produkte stehen.
  • Ein zuverlässiger Shop wie Medic-Star bietet geprüfte Latexhandschuhe in verschiedenen Varianten, Größen und Farben – mit schneller Lieferung und kompetenter Beratung für Ihren Praxisbedarf.

📋 Checkliste für den korrekten Umgang:

  • ✓ Immer die Handschuhverpackung auf Beschädigungen kontrollieren
  • ✓ Handschuhe auf einer keimfreien Ablage platzieren
  • ✓ Vor dem Anziehen eine hygienische Händedesinfektion durchführen
  • ✓ Hände vollständig abtrocknen – bei feuchten Händen kann ein kumulativ-toxisches Ekzem entstehen
  • ✓ Nach der Verwendung Handschuhe sofort entsorgen

Mit einer sorgfältigen Auswahl der passenden Latexhandschuhe schützen Sie nicht nur Ihre Hände, sondern sorgen auch für einen reibungslosen und sicheren Arbeitsablauf – ob in der Medizin, Pflege, Lebensmittelverarbeitung oder anderen sensiblen Einsatzgebieten. Im nächsten Abschnitt erfahren Sie, in welchen Anwendungsgebieten Latexhandschuhe besonders empfehlenswert sind.

Anwendungsgebiete: Wann ist Latex die beste Wahl?

Trotz des Bekanntheit von Nitrilhandschuhen gibt es weiterhin Bereiche, in denen Latexhandschuhe aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften bevorzugt werden. Die Einsatzmöglichkeiten von Latexhandschuhen sind vielseitig und sie finden nicht nur in der Medizin, sondern auch im Labor, in der Pflege und in vielen weiteren Bereichen Anwendung, in denen sowohl Schutz als auch Komfort gefragt sind.

Typische Einsatzbereiche für Latexhandschuhe

  1. Chirurgie: OP-Handschuhe bestehen fast ausschließlich aus Latex (oder synthetischem Polyisopren, das Latex imitiert), da hier das Tastgefühl über Leben und Tod entscheiden kann.
  2. Zahnmedizin: Bei feinen Wurzelkanalbehandlungen oder Präparationen schätzen Zahnärzte die hohe Rückstellkraft und das “Grip”-Gefühl von Latex.
  3. Laborarbeiten (nicht-fettig): Für Pipettierarbeiten, die hohe Feinmotorik erfordern, sind Latexhandschuhe oft angenehmer zu tragen als steiferes Nitril.
  4. Pflege (Kurzzeit): Für Waschungen oder Verbandswechsel bieten Latexhandschuhe einen hohen Komfort und sind kosteneffizienter als hochwertige Nitrilhandschuhe.
Einsatzbereich bei Latexhandschuhen
⚠️HinweisBei Kontakt mit Ölen, Fetten oder bestimmten Zytostatika sollten Sie die Beständigkeitstabelle des Herstellers prüfen oder auf Nitril ausweichen.

Puderfrei vs. Gepudert?

Im modernen medizinischen Umfeld haben sich puderfreie Latexhandschuhe als Standard durchgesetzt. Die Norm EN ISO 455-3 empfiehlt dringend den Verzicht auf gepuderte Handschuhe.
Der Grund: Puder (meist Maisstärke) bindet Latexproteine und wirbelt diese beim Ausziehen in die Luft („Aeroallergene“). Dies kann Atemwegsallergien auslösen – nicht nur beim Träger, sondern auch bei Patienten und Kollegen im Raum.

Wir führen daher in unserem Sortiment nur puderfreie Varianten, die durch spezielle Innenbeschichtungen dennoch ein einfaches und bequemes Anziehen ermöglichen.

Die Wahl zwischen puderfrei und gepudert ist ein wichtiger Aspekt, doch auch Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Nachhaltigkeit und Trends: Die Zukunft von Latex

Ein oft übersehener Gesichtspunkt ist die Ökobilanz. Latex ist ein nachwachsender Rohstoff, der aus dem Saft des Kautschukbaumes (Hevea brasiliensis) gewonnen wird.

Biologische Abbaubarkeit

  • Im Gegensatz zu Nitril und Vinyl, die Kunststoffe sind und hunderte Jahre in der Umwelt verbleiben können, ist Naturlatex biologisch abbaubar. Unter optimalen Kompostierbedingungen zersetzt sich Latex deutlich schneller.

Forschung & Innovation

  • Aktuelle Trends gehen hin zu Handschuhen mit noch geringeren Proteingehalten durch verbesserte Waschprozesse (Online-Chlorierung, mehrfaches Leaching).
  • Zudem arbeiten Hersteller an Solarbetriebenen Produktionen und zertifizierten Plantagen, um den ökologischen Fußabdruck weiter zu senken.

Warum Nitrilhandschuhe den Markt dominieren?

Im medizinischen Fachhandel sieht man immer mehr, dass Nitrilhandschuhe die Latexhandschuhe ablösen. Laut aktuellen Zahlen von Intel Market Research haben Nitrilhandschuhe in vielen Ländern schon über 60 % Marktanteil. Das liegt vor allem daran, dass sie besser gegen Durchstiche und Chemikalien schützen und keine Allergien gegen Latex auslösen. Trotz dem wichtigem Aspekt der Nachhaltigkeit von Latexhandschuhen werden die Nitrilhandschuhe mit einem jährlichen Wachstum von über 15 % immer beliebter und setzen neue Standards bei Sicherheit und Schutz vor Infektionen.

Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Aspekt, doch auch Alternativen zu klassischen Latexhandschuhen gewinnen an Bedeutung, insbesondere bei Allergierisiko.

Trends und Nachhaltigkeit von Latex - Diagramm

Ersatz für Latexhandschuhen?

Eine wichtige Alternative zu klassischen Latexhandschuhen sind synthetische Latexprodukte wie Viawant Latex Zero. Diese Handschuhe bieten die typischen Vorteile von Latex – etwa sehr gutes Tastempfinden und hohe Elastizität – kommen jedoch ohne Latexproteine aus. Wenn Sie sich fragen: „Welche Handschuhe bei Latexallergie kann ich verwenden?“, ist dieses Produkt eine echte Option anstelle herkömmlicher Latexhandschuhe.

Ebenso bleiben Nitrilhandschuhe und Vinylhandschuhe bewährte Alternativen zu Latex. Hier sollten jedoch die jeweils unterschiedlichen Materialeigenschaften berücksichtigt werden – etwa Tragegefühl, Elastizität, Reißfestigkeit oder Chemikalienbeständigkeit –, da sie sich zum Teil deutlich von Latexhandschuhen unterscheiden.

Diese Handschuhe kommen ohne Naturkautschuk aus und enthalten somit keine Bestandteile, die aus Kautschukplantagen stammen. Für Einrichtungen, die ihre Einkäufe an der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) ausrichten möchten, ist das ein wichtiger Pluspunkt: Bei diesem Produkt besteht kein Risiko, dass dafür Rohstoffe aus tropenwaldgefährdeter Abholzung stammen.

Lagerung und Haltbarkeit

Naturkautschuk ist ein organisches Material und reagiert auf Umweltflüsse. Um die Schutzwirkung gemäß EN 455-4 über die gesamte Haltbarkeitsdauer (meist 3 bis 5 Jahre) zu gewährleisten, beachten Sie bitte folgende Lagerhinweise:

Optimale Lagerbedingungen

  • Temperatur: Kühl und trocken lagern (ideal zwischen 10°C und 30°C).
  • Licht: Vor direkter Sonneneinstrahlung und fluoreszierendem Licht schützen (UV-Strahlung lässt Latex spröde werden).
  • Ozon: Nicht in der Nähe von Ozonquellen lagern (z. B. Elektromotoren, Röntgengeräte), da Ozon den Gummi schnell rissig macht.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Lagerung:

  1. Lagerort auswählen, der vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist.
  2. Temperaturbereich zwischen 10°C und 30°C einhalten.
  3. Kontakt mit Ozonquellen vermeiden.
  4. Handschuhe in der Originalverpackung aufbewahren.

Mit der richtigen Lagerung stellen Sie sicher, dass Ihre Latexhandschuhe über die gesamte Haltbarkeitsdauer hinweg zuverlässig schützen.

Eine bewährte Wahl für Profis. Unsere Empfehlung.

Latexhandschuhe sind weit mehr als nur ein „einfacher“ Schutz. Sie sind ein Hochleistungsinstrument, das Ihre Hände schützt, ohne Ihre Fähigkeiten einzuschränken. Wenn keine Latexsensibilisierung vorliegt, bieten sie ein unschlagbares Verhältnis aus Komfort, Tastgefühl und Ökologie.

Latexhandschuhe eignen sich insbesondere für Tätigkeiten, bei denen höchste Tastsensibilität, Passform und Komfort gefragt sind – etwa in der Chirurgie, Zahnmedizin, Pflege und bei Laborarbeiten ohne Kontakt zu Fetten/Ölen. Bei bekannter Latexallergie oder erhöhtem Allergierisiko sollten Sie auf Alternativen wie Nitril- oder Vinylhandschuhe oder auf latexproteinfreie Produkte ausweichen.

Prüfen Sie vor dem Kauf stets den Einsatzzweck und die erforderlichen Normen. Unser Sortiment deckt alle Anforderungen ab – vom robusten High-Risk-Handschuh bis zum feinfühligen Untersuchungshandschuh für die tägliche Routine.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Latex-Einmalhandschuhen

Im Folgenden beantworten wir häufig gestellte Fragen zum Thema Latexhandschuhe.

Welche Einmalhandschuhe eignen sich am besten für die Zahnarztpraxis?

Für den Dentalbereich eignen sich Latexhandschuhe und Nitrilhandschuhe am besten. Latexhandschuhe überzeugen mit einer großen Elastizität und sind damit komfortabel zu tragen. Nitrilhandschuhe sind eine gute Alternative zu Latexhandschuhen, wenn Sie an einer Naturkautschuk-Latex-Allergie leiden oder eine Sensibilisierung befürchten. Vinylhandschuhe werden im Dentalbereich eher selten eingesetzt, da sie im Vergleich zu Modellen aus Latex und Nitril weniger dehnbar und reißfest sind. Um Vinylhandschuhe in der Zahnarztpraxis zu verwenden, stellen Sie sicher, dass die Handschuhe gemäß der EG-Norm 455 zertifiziert sind. 

Wann müssen sterile Handschuhe verwendet werden?

Sterile Handschuhe müssen bei operativen Eingriffen verwendet werden. Die Handschuhe überzeugen mit einer besonders hohen Qualität und müssen paarweise luftdicht verpackt werden. Sie müssen eine hohe Dichtigkeit aufweisen, da sterile Handschuhe während einer Operation länger getragen werden als Untersuchungshandschuhe und damit ein höheres Infektionsrisiko besteht. Deshalb werden für diesen Zweck Materialien wie Latex, polymerbeschichteter Latex oder auch Polychloropren (Neopren) verwendet. In den allermeisten Fällen ist im medizinischen Alltag jedoch der Einsatz von unsterilen Einmalhandschuhen ausreichend, die zu 100 Stück in einer Box verpackt sind. 

In welchen Größen sind Handschuhe aus Latex erhältlich?

Im Online-Shop von Medic-Star finden Sie Latexhandschuhe in den unterschiedlichsten Größen XS, S, M, L und XL.

Welche Größe brauche ich bei Latexhandschuhen?

Finden Sie heraus welche Größe Sie für die Latexhandschuhe benötigen, indem Sie einfach Ihre Hände abmessen und den Handumfang mit der Größentabelle vergleichen.

Handschuhgrößen-Tabelle
Handumfang in cm 15,75 17,00 18,25 19,50 20,75 22,00 23,25 24,50 25,75 27,00
Handschuh Größe   5,5 6,0 6,5 7,0 7,5 8,0 8,5 9,0 9,5 10
Unisex Größe XS XS S S M M L L XL XL

Wie viele Latexhandschuhe sind in einer Spenderbox?

Latexhandschuhe von Medic-Star werden in praktischen Spenderboxen mit einem Inhalt von 40, 50 oder 100 Stück geliefert.

Latexhandschuhe entsorgen: Wo gehören sie hin?

Benutzte Latexhandschuhe sollten im Restmüll oder im Hausmüll entsorgt werden. Keinesfalls gehören sie in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack, da sie mit Krankheitserregern in Kontakt gekommen sein könnten.

Wie lange kann man Latex-Handschuhe tragen?

Unsere Latexhandschuhe wurden für den einmaligen Gebrauch konzipiert und sollten anschließend fachgerecht entsorgt werden.

Welche Eigenschaften haben Latexhandschuhe?

Handschuhe aus Latex zeichnen sich durch einen erstklassigen Tragekomfort und eine gute Beständigkeit gegen Chemikalien, Viren und Säuren aus. Das Material ist sehr elastisch, strapazierfähig und bequem. Da das Tastempfinden durch Latex-Handschuhe nicht minimiert wird, finden sie vermehrt in der Zahnmedizin Verwendung. Dabei können Sie zwischen puderfreien und gepuderten Handschuhen aus Latex wählen.Wenn Sie mehr über die Auswahl der richtigen Einweghandschuhe erfahren wollen, lesen Sie unseren Ratgeber über die unterschiedlichen Materialien von Einmalhandschuhen.

Wie sicher sind Handschuhe aus Latex?

Latexhandschuhe schützen vor Chemikalien, Alkoholen, Säuren sowie Bakterien und Viren. Zudem kennzeichnet sie eine relativ hohe Strapazierfähigkeit und Reißfestigkeit.

Dürfen Latexhandschuhe im medizinischen Sektor verwendet werden?

Die Norm EN 455 befasst sich mit verschiedenen Kriterien für Einweghandschuhe und deren Dichtheit, physikalische Eigenschaften, biologischer Bewertung und Haltbarkeit. Im Online-Shop von Medic-Star erfüllen alle Latex-Einmalhandschuhe die Anforderungen der Europäischen Norm 455, somit können Sie all unsere Latexhandschuhe im medizinischen Bereich nutzen. In unserem Ratgeber-Artikel „Kennzeichnung von Handschuhen - EN 347 und EN 455“ stellen wir Ihnen die wichtigsten Normen und Prüfverfahren für medizinische Handschuhe vor.

Warum werden Latexhandschuhe gelb?

Latexhandschuhe können aus mehreren Gründen gelb werden. Der häufigste Grund ist eine natürliche Alterung durch Oxidation. Das bedeutet, dass das Latexmaterial bei Kontakt mit Luft, Licht oder Sauerstoff chemisch reagiert und sich verfärbt. Dies beeinflusst meist nicht die Schutzfunktion, zeigt jedoch eine Materialveränderung an.

Ein weiterer Grund kann der Kontakt mit Metallen wie Kupfer sein, etwa wenn man mit Münzen, Schlüsseln oder Gegenständen aus Messing in Berührung kommt. Kupferverbindungen können sich auf dem Latex ablagern und gelbliche oder bräunliche Flecken verursachen.

Auch Schweiß und Feuchtigkeit unter den Handschuhen können den Verfärbungsprozess beschleunigen, da sie die Übertragung und Reaktion fördern.

Wichtig: Gelbe Verfärbungen sind meistens nur ein optischer Effekt und kein Hinweis auf einen Verlust der Schutzwirkung. Sollte sich das Material jedoch anfühlen klebrig oder porös, sollten die Handschuhe dennoch gewechselt werden.

In welchen Farben gibt es Latex-Handschuhe?

Handschuhe aus Latex sind bei Medic-Star in den Farben Natur-Weiß und Schwarz erhältlich.

Was ist der Unterschied zwischen gepuderten und puderfreien Einmalhandschuhen aus Latex?

Einweghandschuhe gibt es als gepuderte und puderfreie Version. Gepuderte Handschuhe lassen sich mühelos überziehen, was besonders bei schwitzenden Händen von Vorteil ist. Bei Latexhandschuhen erhöht jedoch der Puder das Allergierisiko, da beim Ausziehen Puderpartikel umherwirbeln, die allergene Substanzen enthalten und über die Atemwege absorbiert werden können. Gemäß DIN EN 455 ist die Verwendung gepuderter Latex-Handschuhe im Medizinsektor unzulässig. Alternativ können Nitrilhandschuhe gewählt werden. Puderfreie Latexhandschuhe bieten ein geringeres Risiko einer allergischen Reaktion beziehungsweise eines allergischen Schocks.

Gibt es Alternativen zu Latexhandschuhen?

Eine Alternative zu Latexhandschuhen sind Nitrilhandschuhe. Bei Nitril handelt es sich um eine synthetische Gummi-Mischung. Nitril wird im Gegensatz zu Latex künstlich hergestellt und birgt ein geringeres Allergierisiko. Unter Kategorien finden Sie die unterschiedlichen Ausführungen an Handschuhen die wir führen.

Wo finden Latexhandschuhe Anwendung?

Latexhandschuhe können vielfältig eingesetzt werden, beispielsweise als Untersuchungshandschuhe im Medizin- und Pflegebereich, als Schutzhandschuhe in der Gastronomie oder in Tattoostudios. Auch in privaten Haushalten finden Handschuhe aus Latex im Umgang mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln häufig Gebrauch.

Was ist Latex?

Latex ist ein natürliches Produkt, welches aus dem Milchsaft von Kautschukbäumen gewonnen wird. Die Weiterverarbeitung zu Latex erfolgt durch die Zugabe von verschiedenen Inhaltsstoffen wie Harze, Eiweiße und Mineralstoffen. Ohne jegliche Färbung sieht Latex leicht gelblich aus. Latex zeichnet sich vor allem durch seine hohe Reißfestigkeit und Dehnbarkeit aus, was die Latexhandschuhe besonders strapazierfähig macht. Dank des elastischen Materials bieten Latexhandschuhe viele Funktionalitäten an und kommen daher in den unterschiedlichsten Berufszweigen zum Einsatz.