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Kategorie: Latexhandschuhe

Elastisch und hautfreundlich: Latex-Einmalhandschuhe für hygienischen Schutz

Latexhandschuhe bieten zuverlässigen und hygienischen Schutz für Anwender und Patienten, was insbesondere im medizinischen Alltag in Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Kliniken oder in der Pflege eine wichtige Rolle spielt. Eigenschaften wie Reißfestigkeit, Tastsensibilität und Elastizität gehören zu den Pluspunkten.

Kategorie: Latexhandschuhe

Elastisch und hautfreundlich: Latex-Einmalhandschuhe für hygienischen Schutz

Latexhandschuhe bieten zuverlässigen und hygienischen Schutz für Anwender und Patienten, was insbesondere im medizinischen Alltag in Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Kliniken oder in der Pflege eine wichtige Rolle spielt. Als Teil der Einweghandschuhe überzeugen sie vor allem durch Reißfestigkeit, Tastsensibilität und Elastizität.

1. Latexhandschuhe: Eigenschaften, Einsatzbereiche und Kaufberatung

Latexhandschuhe sind wichtig im medizinischen und hygienischen Alltag. Dieser Leitfaden richtet sich an medizinisches Fachpersonal, Hygienebeauftragte und alle, die Schutz und Komfort bei sensiblen Tätigkeiten benötigen. Im Folgenden erfahren Sie alles über Materialeigenschaften, Qualitätsstandards, Allergie-Risiken, Kaufkriterien und nachhaltige Alternativen.

2. Was sind Latexhandschuhe?

Latexhandschuhe bestehen aus Latex, einem Naturprodukt, das aus dem Milchsaft des Kautschukbaumes gewonnen wird. Dieses Material ist biologisch abbaubar und zeichnet sich durch hohe Elastizität sowie Strapazierfähigkeit aus.

Latexhandschuhe gehören nach wie vor zu den leistungsfähigsten Einmalhandschuhen im medizinischen Alltag. Auch wenn Nitrilhandschuhe inzwischen weit verbreitet sind, bleibt das Naturmaterial Latex besonders stark bei Dehnbarkeit und Passform.

3. Warum Latex?

Der entscheidende Vorteil von Latex liegt in seiner Molekularstruktur. Naturlatex (Naturkautschuk), auch als Latexkautschuk bezeichnet, besitzt eine extrem hohe Elastizität und Rückstellkraft. Im Gegensatz zu synthetischen Materialien, die sich bei Dehnung oft plastisch verformen, kehrt Latex nahezu vollständig in seine Ursprungsform zurück.

Für Sie als Anwender bedeutet das:

  • Mikro-Textur-Feedback: Das Material überträgt Unebenheiten, Temperaturen und Gewebestrukturen fast ungefiltert an die Fingerspitzen. Dies ist besonders bei Venenpunktionen, in der Mikrochirurgie oder bei dentalen Eingriffen unverzichtbar.
  • Ermüdungsfreies Arbeiten: Durch die geringe Materialstärke bei gleichzeitig hoher Widerstandsfähigkeit gegen Einreißen muss die Handmuskulatur weniger Kraft aufwenden. Das beugt Handermüdung bei längeren Tragezeiten vor.
  • Passform (Fit): Latex passt sich der Handanatomie dynamisch an, was Faltenbildung an den Fingerkuppen oder im Handflächenbereich minimiert.

4. Latexhandschuhe: Der Maßstab für Tastsensibilität und Präzision

In der modernen Medizin und Pflege ist der Schutz vor Kontaminationen und Infektionen Teil der täglichen Arbeit. Latexhandschuhe haben sich über Jahrzehnte als zuverlässige Barriere etabliert und bieten eine starke Kombination aus Tragekomfort, Griffigkeit und einer „zweiten Haut", die selbst feinste Strukturen spürbar macht.

5. Qualitätsstandards und Normen: Worauf Sie achten müssen

Für den professionellen Einsatz in Klinik und Praxis müssen Handschuhe strengen europäischen Richtlinien entsprechen.

Medizinprodukt vs. Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Latexhandschuhe werden oft dual zertifiziert, um sowohl den Patientenschutz als auch den Arbeitsschutz abzudecken. PSA steht für Persönliche Schutzausrüstung und umfasst alle Maßnahmen und Produkte, die den Träger vor gesundheitlichen Risiken am Arbeitsplatz schützen.

EN 455 – Der Standard für medizinische Einmalhandschuhe

Die EN 455 ist die maßgebliche Europäische Norm für medizinische Einmalhandschuhe und besteht aus vier Teilen:

  • EN 455-1 (Dichtigkeit): Prüfung auf Löcher via Wasserhaltetest. AQL-Wert von mindestens 1,5 vorgeschrieben.
  • EN 455-2 (Physikalische Eigenschaften): Definiert Maße und Reißkraft (mindestens 6 Newton vor Alterung).
  • EN 455-3 (Biologische Bewertung): Prüft Proteingehalt (µg/g) und Endotoxingehalt zur Minimierung des Allergierisikos.
  • EN 455-4 (Haltbarkeit): Anforderungen an Lagerdauer und Materialstabilität (Shelf Life).

EN 374 – Schutz gegen Chemikalien und Mikroorganismen

  • EN ISO 374-1: Klassifiziert Handschuhe in Typ A, B oder C je nach Chemikalienbeständigkeit. Latexhandschuhe bieten guten Schutz gegen Säuren und Basen, sind jedoch bei Ölen und Fetten durchlässiger als Nitril.
  • EN ISO 374-5: Bestätigt den Schutz vor Bakterien, Pilzen und Viren (achten Sie auf das Wort „VIRUS" unter dem Piktogramm).

6. Die Bedeutung des AQL-Wertes im Detail

Der AQL-Wert (Acceptable Quality Level) ist ein statistisches Maß für die Zuverlässigkeit der Produktion. Mehr Hintergrund bietet der AQL-Ratgeber.

  • AQL 1.5: Standard für medizinische Untersuchungshandschuhe.
  • AQL 0.65 oder 1.0: Bei hochwertigen sterilen OP-Latexhandschuhen, die noch strengeren Kontrollen unterliegen.

Je niedriger die Zahl, desto strenger die Qualitätsprüfung und desto geringer das Risiko von Mikrolöchern (Pinholes).

7. Herstellung und Veredelung: Moderne Prozesse

Die Herstellung von Latexhandschuhen hat sich technologisch stark weiterentwickelt, insbesondere um den Proteingehalt zu senken und die Hautverträglichkeit zu erhöhen.

Chlorierung vs. Polymerbeschichtung

  • Chlorierung: Der Handschuh wird in einer Chlorlösung gewaschen. Dies glättet die Oberfläche und reduziert den Gehalt an löslichen Latexproteinen drastisch.
  • Polymerbeschichtung: Eine synthetische Schicht (z. B. Polyurethan) wird auf die Innenseite aufgebracht. Ideal für empfindliche Haut, da die Haut nicht direkt mit dem Latex in Kontakt kommt.

Texturierung

  • Fingertexturiert: Nur die Fingerkuppen sind angeraut – ideal für feines Greifen bei gleichzeitig glattem Handrücken.
  • Volltexturiert: Die gesamte Handfläche ist angeraut – maximale Rutschfestigkeit auch bei Nässe.

8. Latexallergie und Sensibilisierung

Das Thema Latexallergie ist im Gesundheitswesen stets präsent. Es ist wichtig, zwischen zwei Hauptreaktionen zu unterscheiden.

Typ-I-Allergie (Soforttyp)

Diese Reaktion wird durch die wasserlöslichen Proteine im Naturlatex ausgelöst. Symptome treten meist innerhalb von Minuten auf (Juckreiz, Quaddeln, bis hin zu Atemnot).

Lösung: Moderne Fertigungsverfahren („Leaching") reduzieren den Proteingehalt heute oft auf unter 30 µg/g. Für bereits sensibilisierte Personen sind Latexhandschuhe nicht geeignet.

Typ-IV-Allergie (Spättyp)

Diese Kontaktdermatitis wird durch Vulkanisationsbeschleuniger (z. B. Thiurame, Carbamate) verursacht. Sie zeigt sich oft erst nach Stunden durch Rötungen und Ekzeme.

Lösung: Es gibt mittlerweile „beschleunigerarme" oder „beschleunigerfreie" Latexhandschuhe speziell für diesen Allergietyp.

Unterschied zwischen Latexallergietypen visuelle Darstellung

9. Was ist besser: Nitril, Vinyl oder Latex Handschuhe? Ein direkter Vergleich

Vergleich von Latex-, Nitril- und Vinylhandschuhen nach Materialeigenschaften und Einsatzprofil
Eigenschaft Latexhandschuhe Nitrilhandschuhe Vinylhandschuhe
Materialbasis Naturkautschuk (Latex) Synthetischer Kautschuk (Erdölbasis) PVC (Polyvinylchlorid)
Tastempfinden ⭐⭐⭐⭐⭐ Exzellent ⭐⭐⭐⭐ Sehr gut ⭐⭐ Begrenzt
Elastizität ⭐⭐⭐⭐⭐ Sehr hoch ⭐⭐⭐ Gut ⭐ Gering
Reißfestigkeit Sehr hoch Hoch (besonders stichfest) Gering
Chemikalienschutz Gut (v. a. gegen Säuren/Laugen) Exzellent (auch bei Fetten/Ölen) Gering
Allergierisiko Latexproteine (Typ-I-Allergie) möglich Gering (Beschleuniger → Typ-IV möglich) Gering (Weichmacher beachten)
Preisniveau Mittel Mittel bis höher Eher günstig
Nachhaltigkeit Naturprodukt, biologisch abbaubar Nur langsam abbaubar Umweltbelastend (PVC)

10. Kaufberatung: Worauf beim Einkauf von Latexhandschuhen zu achten ist

Materialstärke und Elastizität

  • Dünnere Varianten: hohe Elastizität und exzellentes Tastempfinden – ideal für präzise Arbeiten in der Medizin.
  • Dickere Handschuhe: erhöhte Reißfestigkeit – für Chemikalien oder industrielle Einsatzbereiche.
  • Dehnfähigkeit muss zu den Arbeitsanforderungen passen.

Größe und Passform

  • Zu enge Handschuhe schränken die Bewegungsfreiheit ein und können die Haut reizen.
  • Zu weite Modelle beeinträchtigen das Tastgefühl.
  • Viele Hersteller bieten XS bis XL an. Zur Orientierung hilft der Ratgeber Einmalhandschuhe: Größe richtig ermitteln.

EN-Normen und Zertifizierungen

  • Für medizinischen Einsatz: EN ISO 374-1 und EN ISO 374-5 beachten.
  • Diese Standards garantieren Schutz vor Chemikalien und Mikroorganismen.

Einsatzbereiche und Risiken

  • Bei Chemikalien oder im Labor: chemikalienbeständige Latexhandschuhe.
  • Bei Latexallergie-Risiko: Wechsel zu Nitril- oder Vinylhandschuhen empfohlen.

Hersteller und Lieferant

  • Auf etablierte Anbieter setzen, die für Qualität und Sicherheit stehen.
  • Medic-Star bietet geprüfte Latexhandschuhe in verschiedenen Varianten, Größen und Farben.

Checkliste für den korrekten Umgang

  • ✓ Immer die Handschuhverpackung auf Beschädigungen kontrollieren
  • ✓ Handschuhe auf einer keimfreien Ablage platzieren
  • ✓ Vor dem Anziehen eine hygienische Händedesinfektion durchführen
  • ✓ Hände vollständig abtrocknen – bei feuchten Händen kann ein kumulativ-toxisches Ekzem entstehen
  • ✓ Nach der Verwendung Handschuhe sofort entsorgen
Einsatzbereich bei Latexhandschuhen

11. Anwendungsgebiete: Wann ist Latex die beste Wahl?

Auch wenn Nitrilhandschuhe heute sehr verbreitet sind gibt es weiterhin Bereiche, in denen Latexhandschuhe bevorzugt werden.

Typische Einsatzbereiche für Latexhandschuhe

  • Chirurgie: OP-Handschuhe bestehen häufig aus Latex oder synthetischem Polyisopren, weil ein präzises Tastgefühl hier besonders wichtig ist.
  • Zahnmedizin: Bei feinen Wurzelkanalbehandlungen oder Präparationen schätzen Zahnärzte die hohe Rückstellkraft und das „Grip"-Gefühl von Latex.
  • Laborarbeiten (nicht-fettig): Für Pipettierarbeiten mit hoher Feinmotorik sind Latexhandschuhe oft angenehmer als steiferes Nitril.
  • Pflege (Kurzzeit): Für Waschungen oder Verbandswechsel – hoher Komfort und kosteneffizienter als hochwertige Nitrilhandschuhe.
Hinweis:

Hinweis: Bei Kontakt mit Ölen, Fetten oder bestimmten Zytostatika sollten Sie die Beständigkeitstabelle des Herstellers prüfen oder auf Nitril ausweichen.

12. Puderfrei vs. Gepudert?

Im modernen medizinischen Umfeld haben sich puderfreie Latexhandschuhe als Standard durchgesetzt. Die Norm EN ISO 455-3 empfiehlt dringend den Verzicht auf gepuderte Handschuhe.

Puder (meist Maisstärke) bindet Latexproteine und wirbelt diese beim Ausziehen in die Luft („Aeroallergene"). Dies kann Atemwegsallergien auslösen – nicht nur beim Träger, sondern auch bei Patienten und Kollegen im Raum.

Medic-Star führt im Sortiment nur puderfreie Varianten, die durch spezielle Innenbeschichtungen dennoch ein einfaches Anziehen ermöglichen.

Trends und Nachhaltigkeit von Latex - Diagramm

Latex ist ein nachwachsender Rohstoff, der aus dem Saft des Kautschukbaumes (Hevea brasiliensis) gewonnen wird.

Biologische Abbaubarkeit

Im Gegensatz zu Nitril und Vinyl, die hunderte Jahre in der Umwelt verbleiben können, ist Naturlatex biologisch abbaubar.

Forschung & Innovation

  • Aktuelle Trends gehen hin zu Handschuhen mit noch geringeren Proteingehalten durch verbesserte Waschprozesse (Online-Chlorierung, mehrfaches Leaching).
  • Hersteller arbeiten an solarbetriebenen Produktionen und zertifizierten Plantagen zur Senkung des ökologischen Fußabdrucks.

Warum Nitrilhandschuhe den Markt dominieren?

Nitrilhandschuhe werden in vielen Einrichtungen bevorzugt, wenn Latexfreiheit, hohe Durchstichfestigkeit oder eine bessere Beständigkeit gegen Öle, Fette und bestimmte Chemikalien im Vordergrund stehen.

14. Ersatz für Latexhandschuhe?

Eine wichtige Alternative sind synthetische Latexprodukte wie Viawant Latex Zero. Diese Handschuhe bieten typische Latex-Vorteile (sehr gutes Tastempfinden, hohe Elastizität), kommen aber ohne Latexproteine aus – ideal bei Latexallergie.

Ebenso bleiben Nitrilhandschuhe und Vinylhandschuhe bewährte Alternativen. Diese kommen ohne Naturkautschuk aus – ein wichtiger Pluspunkt für Einrichtungen, die ihre Einkäufe an der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) ausrichten.

15. Lagerung und Haltbarkeit

Optimale Lagerbedingungen

  • Temperatur: Kühl und trocken lagern (ideal zwischen 10°C und 30°C).
  • Licht: Vor direkter Sonneneinstrahlung und fluoreszierendem Licht schützen (UV-Strahlung lässt Latex spröde werden).
  • Ozon: Nicht in der Nähe von Ozonquellen lagern (z. B. Elektromotoren, Röntgengeräte).

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Lagerung

  1. Lagerort auswählen, der vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist.
  2. Temperaturbereich zwischen 10°C und 30°C einhalten.
  3. Kontakt mit Ozonquellen vermeiden.
  4. Handschuhe in der Originalverpackung aufbewahren.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Latex-Einmalhandschuhen

Im Folgenden beantworten wir häufig gestellte Fragen zum Thema Latexhandschuhe.

Welche Einmalhandschuhe eignen sich am besten für die Zahnarztpraxis?

Für den Dentalbereich eignen sich Latexhandschuhe und Nitrilhandschuhe am besten. Latexhandschuhe überzeugen mit einer großen Elastizität und sind damit komfortabel zu tragen. Nitrilhandschuhe sind eine gute Alternative zu Latexhandschuhen, wenn Sie an einer Naturkautschuk-Latex-Allergie leiden oder eine Sensibilisierung befürchten. Vinylhandschuhe werden im Dentalbereich eher selten eingesetzt, da sie im Vergleich zu Modellen aus Latex und Nitril weniger dehnbar und reißfest sind. Um Vinylhandschuhe in der Zahnarztpraxis zu verwenden, stellen Sie sicher, dass die Handschuhe gemäß der EG-Norm 455 zertifiziert sind. 

Wann müssen sterile Handschuhe verwendet werden?

Sterile Handschuhe müssen bei operativen Eingriffen verwendet werden. Die Handschuhe überzeugen mit einer besonders hohen Qualität und müssen paarweise luftdicht verpackt werden. Sie müssen eine hohe Dichtigkeit aufweisen, da sterile Handschuhe während einer Operation länger getragen werden als Untersuchungshandschuhe und damit ein höheres Infektionsrisiko besteht. Deshalb werden für diesen Zweck Materialien wie Latex, polymerbeschichteter Latex oder auch Polychloropren (Neopren) verwendet. In den allermeisten Fällen ist im medizinischen Alltag jedoch der Einsatz von unsterilen Einmalhandschuhen ausreichend, die zu 100 Stück in einer Box verpackt sind. 

In welchen Größen sind Handschuhe aus Latex erhältlich?

Im Online-Shop von Medic-Star finden Sie Latexhandschuhe in den unterschiedlichsten Größen XS, S, M, L und XL.

Welche Größe brauche ich bei Latexhandschuhen?

Finden Sie heraus welche Größe Sie für die Latexhandschuhe benötigen, indem Sie einfach Ihre Hände abmessen und den Handumfang mit der Größentabelle vergleichen.

Handschuhgrößen-Tabelle
Handumfang in cm 15,75 17,00 18,25 19,50 20,75 22,00 23,25 24,50 25,75 27,00
Handschuh Größe   5,5 6,0 6,5 7,0 7,5 8,0 8,5 9,0 9,5 10
Unisex Größe XS XS S S M M L L XL XL

Wie viele Latexhandschuhe sind in einer Spenderbox?

Latexhandschuhe von Medic-Star werden in praktischen Spenderboxen mit einem Inhalt von 40, 50 oder 100 Stück geliefert.

Latexhandschuhe entsorgen: Wo gehören sie hin?

Benutzte Latexhandschuhe sollten im Restmüll oder im Hausmüll entsorgt werden. Keinesfalls gehören sie in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack, da sie mit Krankheitserregern in Kontakt gekommen sein könnten.

Wie lange kann man Latex-Handschuhe tragen?

Unsere Latexhandschuhe wurden für den einmaligen Gebrauch konzipiert und sollten anschließend fachgerecht entsorgt werden.

Welche Eigenschaften haben Latexhandschuhe?

Handschuhe aus Latex zeichnen sich durch einen erstklassigen Tragekomfort und eine gute Beständigkeit gegen Chemikalien, Viren und Säuren aus. Das Material ist sehr elastisch, strapazierfähig und bequem. Da das Tastempfinden durch Latex-Handschuhe nicht minimiert wird, finden sie vermehrt in der Zahnmedizin Verwendung. Dabei können Sie zwischen puderfreien und gepuderten Handschuhen aus Latex wählen.Wenn Sie mehr über die Auswahl der richtigen Einweghandschuhe erfahren wollen, lesen Sie unseren Ratgeber über die unterschiedlichen Materialien von Einmalhandschuhen.

Wie sicher sind Handschuhe aus Latex?

Latexhandschuhe schützen vor Chemikalien, Alkoholen, Säuren sowie Bakterien und Viren. Zudem kennzeichnet sie eine relativ hohe Strapazierfähigkeit und Reißfestigkeit.

Dürfen Latexhandschuhe im medizinischen Sektor verwendet werden?

Die Norm EN 455 befasst sich mit verschiedenen Kriterien für Einweghandschuhe und deren Dichtheit, physikalische Eigenschaften, biologischer Bewertung und Haltbarkeit. Im Online-Shop von Medic-Star erfüllen alle Latex-Einmalhandschuhe die Anforderungen der Europäischen Norm 455, somit können Sie all unsere Latexhandschuhe im medizinischen Bereich nutzen. In unserem Ratgeber-Artikel „Kennzeichnung von Handschuhen - EN 347 und EN 455“ stellen wir Ihnen die wichtigsten Normen und Prüfverfahren für medizinische Handschuhe vor.

Warum werden Latexhandschuhe gelb?

Latexhandschuhe können aus mehreren Gründen gelb werden. Der häufigste Grund ist eine natürliche Alterung durch Oxidation. Das bedeutet, dass das Latexmaterial bei Kontakt mit Luft, Licht oder Sauerstoff chemisch reagiert und sich verfärbt. Dies beeinflusst meist nicht die Schutzfunktion, zeigt jedoch eine Materialveränderung an.

Ein weiterer Grund kann der Kontakt mit Metallen wie Kupfer sein, etwa wenn man mit Münzen, Schlüsseln oder Gegenständen aus Messing in Berührung kommt. Kupferverbindungen können sich auf dem Latex ablagern und gelbliche oder bräunliche Flecken verursachen.

Auch Schweiß und Feuchtigkeit unter den Handschuhen können den Verfärbungsprozess beschleunigen, da sie die Übertragung und Reaktion fördern.

Wichtig: Gelbe Verfärbungen sind meistens nur ein optischer Effekt und kein Hinweis auf einen Verlust der Schutzwirkung. Sollte sich das Material jedoch anfühlen klebrig oder porös, sollten die Handschuhe dennoch gewechselt werden.

In welchen Farben gibt es Latex-Handschuhe?

Handschuhe aus Latex sind bei Medic-Star in den Farben Natur-Weiß und Schwarz erhältlich.

Was ist der Unterschied zwischen gepuderten und puderfreien Einmalhandschuhen aus Latex?

Einweghandschuhe gibt es als gepuderte und puderfreie Version. Gepuderte Handschuhe lassen sich mühelos überziehen, was besonders bei schwitzenden Händen von Vorteil ist. Bei Latexhandschuhen erhöht jedoch der Puder das Allergierisiko, da beim Ausziehen Puderpartikel umherwirbeln, die allergene Substanzen enthalten und über die Atemwege absorbiert werden können. Gemäß DIN EN 455 ist die Verwendung gepuderter Latex-Handschuhe im Medizinsektor unzulässig. Alternativ können Nitrilhandschuhe gewählt werden. Puderfreie Latexhandschuhe bieten ein geringeres Risiko einer allergischen Reaktion beziehungsweise eines allergischen Schocks.

Gibt es Alternativen zu Latexhandschuhen?

Eine Alternative zu Latexhandschuhen sind Nitrilhandschuhe. Bei Nitril handelt es sich um eine synthetische Gummi-Mischung. Nitril wird im Gegensatz zu Latex künstlich hergestellt und birgt ein geringeres Allergierisiko. Unter Kategorien finden Sie die unterschiedlichen Ausführungen an Handschuhen die wir führen.

Wo finden Latexhandschuhe Anwendung?

Latexhandschuhe können vielfältig eingesetzt werden, beispielsweise als Untersuchungshandschuhe im Medizin- und Pflegebereich, als Schutzhandschuhe in der Gastronomie oder in Tattoostudios. Auch in privaten Haushalten finden Handschuhe aus Latex im Umgang mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln häufig Gebrauch.

Was ist Latex?

Latex ist ein natürliches Produkt, welches aus dem Milchsaft von Kautschukbäumen gewonnen wird. Die Weiterverarbeitung zu Latex erfolgt durch die Zugabe von verschiedenen Inhaltsstoffen wie Harze, Eiweiße und Mineralstoffen. Ohne jegliche Färbung sieht Latex leicht gelblich aus. Latex zeichnet sich vor allem durch seine hohe Reißfestigkeit und Dehnbarkeit aus, was die Latexhandschuhe besonders strapazierfähig macht. Dank des elastischen Materials bieten Latexhandschuhe viele Funktionalitäten an und kommen daher in den unterschiedlichsten Berufszweigen zum Einsatz.

16. Latexhandschuhe kaufen: Unsere Empfehlung

Im Sortiment von Medic-Star finden Sie passende Latexhandschuhe für professionelle Anwendungen. Sie schützen die Hände und erhalten zugleich ein sehr gutes Tastgefühl. Wenn keine Latexsensibilisierung vorliegt, sind sie eine bewährte Wahl für präzise Arbeiten in Praxis, Pflege, Labor und Dentalbereich.

Latexhandschuhe eignen sich insbesondere für Chirurgie, Zahnmedizin, Pflege und Laborarbeiten ohne Kontakt zu Fetten/Ölen. Bei bekannter Latexallergie oder erhöhtem Allergierisiko sollten Sie auf Nitril-, Vinyl- oder latexproteinfreie Produkte ausweichen.

Fachautor

Denis Feferman

Gründer & Verantwortlicher für Regulatory Affairs und Qualitätsmanagement bei Medic-Star

Dieser Beitrag wurde von Denis Feferman erstellt. Er ist zertifizierter Medizinproduktberater (TÜV) und verantwortet seit 2013 bei Medic-Star die Bereiche Regulatory Affairs, Qualitätsmanagement sowie Lieferantenaudits.

Für diese Kategorie prüft er insbesondere Anforderungen aus MDR 2017/745, EN 455, EN ISO 374 und praxisrelevante Angaben zu medizinischen Latexhandschuhen.

Fachlich geprüft am: 22.04.2026

  • MDR 2017/745
  • EN ISO 13485
  • Medizinische Handschuhe
  • CE-Konformität